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Hönow - Ortsteil

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Die schriftlichen Quellen zur Entstehungsgeschichte Hönows sind spärlich. Urkundlich wird das Dorf erstmals im karolingischen Landbuch von 1375 -1377 erwähnt. Eine Reihe von Bodendenkmälern lassen jedoch auf eine wesentlich frühere Besiedelung schließen. Vermutlich wurde der Ort von westslawischen Siedlern, den Wenden, als sogenannter Rundling angelegt.

 

Im 13. Jahrhundert wurde Hönow von den markgräflichen Brüdern Johann I. und Otto III., Urenkel des Askaniers Albrecht der Bär, kolonisiert und zum für die Zeit typischen märkischen Angerdorf ausgebaut, dessen Form sich im wesentlichen bis heute erhalten hat.

 

Die Ortschronik berichtet, dass Hönow in vielen Kriegen zerstört wurde, nachweislich während des Hussiteneinfalls 1432 und während des 30jährigen Krieges 1618-1648. Der Wiederaufbau erfolgte nur mühsam. Von der mittelalterlichen Bausubstanz ist heute einzig die Kirche erhalten Bis weit in das 19. Jahrhundert hinein war die Landwirtschaft die ausschließliche Erwerbsquelle der Hönower. Als 1807 in Preußen die Erbuntertänigkeit aufgehoben wurde, entwickelten sich auch hier Handwerk und Gewerbe und sicherten eine ausreichende Versorgung. Die Fahrt nach Berlin verkürzte sich, nachdem das benachbarte Mahlsdorf 1850 Haltepunkt der Ostbahnstrecke wurde.


1920 vereinigte sich Berlin mit den umliegenden Städten und Dörfern zur "Stadtgemeinde Berlin" ... Hönow lag nun unmittelbar an der Grenze zur Großstadt und wurde zum beliebten Ausflugsziel für viele Berliner, nicht zuletzt wegen seiner idyllischen Seenlage. Im Süden der Gemeinde entstand zusehends eine neue Siedlung mit Wochenendgärten und Ein- und Mehrfamilienhäusern, deren Bewohner in Berlin ihrer Arbeit nachgingen.

 

 Einschneidende Veränderungen brachte nach dem Ende des 2. Weltkrieges die Bodenreform. Die 1953 gegründete LPG bewirtschaftete 1960 ca. 80 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche und war damit der größte Arbeitgeber in Hönow.

 

Hönow ist ein schnell wachsender Ort. Waren es 1990 noch 2.300 Einwohner, zählte man im Jahr 2000 schon 6.000. Die hohe Wohnqualität. bedingt durch die Stadtrandlage zu Berlin, den direkten Übergang in die freie Landschaft und die sehr guten Verkehrsanbindungen veranlassen viele Menschen, vor allem Berliner, ihre Zelte hier aufzuschlagen. Mit der U-Bahn ist man in 30 Minuten im Berliner Stadtzentrum und für fernere Ziele in wenigen Minuten auf der Autobahn.

 

Hönow hat in den letzten Jahren seine Infrastruktur den wachsenden Ansprüchen und der ständig steigenden Einwohnerzahl angepasst. Man muss nicht mehr zum Einkaufen nach Berlin fahren. In zahlreichen Einzelgeschäften und den Hönower Einkaufspassagen (HEP) findet man alles, was man braucht. Viele Firmen haben sich niedergelassen und bieten ihre Dienstleistungen an. Das Gewerbegebiet an der Altlandsberger Chaussee bedient auch einen überörtlichen Kundenkreis. Hotels, Pensionen und zahlreiche Gaststätten sind entstanden, ein Golfplatz ist geplant. Die Gemeinde erarbeitet zur Zeit ein Konzept zur Ortsentwicklung. Neben einem gesteuerten Wachstum der Siedlungsstruktur, man rechnet mittelfristig mit 12.000 Einwohnern, gilt es vor allem, die Naherholungsmöglichkeiten auszubauen.

 

 

Die Hönower Weiherkette bietet dafür die besten Voraussetzungen. Rekonstruktionsmaßnahmen des alten Dorfkernes werden angestrebt, damit die Struktur des märkischen Angerdorfes wieder deutlicher ablesbar wird.