Kontakt Gemeinde
Rennbahngemeinde Hoppegarten
Lindenallee 14, 15366 Hoppegarten
Tel.: +49 [ 0 33 42 ] - 393 155
Di. 09:00-12:00 + 14:00-18:00 Uhr
Do. 09:00-12:00 + 13:00-17:00 Uhr
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auf Grundlage des Wärmeplanungsgesetzes (WPG) sowie der Brandenburgischen Wärmeplanungsverordnung (BbgWPV) sind alle Städte und Gemeinden in ganz Deutschland dazu aufgefordert, eine sogenannte kommunale Wärmeplanung aufzustellen. Im Folgenden wird erläutert, was es mit der kommunalen Wärmeplanung auf sich hat, warum diese sinnvoll ist und was das für Sie als Privathaushalte oder Gewerbebetriebe bedeutet.
Was ist kommunale Wärmeplanung und was bedeutet Sie für Ihre Haushalte und Gewerbebetriebe?
Die kommunale Wärmeplanung ist eine übergeordnete Planung, die das Ziel verfolgt, eine treibhausgasneutrale Wärmeversorgung in ganz Deutschland voranzutreiben, um diese bis zum Jahr 2045 klimaneutral umsetzbar machen zu können. Auf Grundlage von Bundesgesetzgebung und Landesverordnungen für die jeweiligen Bundesländer sind alle Städte und Gemeinden in Deutschland dazu angehalten, diese Planung für ihr jeweiliges Gemeindegebiet aufzustellen.
Diese Planung umfasst dabei sowohl konkrete Maßnahmen der öffentlichen Hand, welche die Gemeinde selbst im Rahmen ihrer kommunalen Daseinsvorsorge umsetzen möchte, als auch Orientierungen für Privathaushalte und Gewerbetreibende, wie zukünftig mit dem Thema Wärmeversorgung umgegangen werden sollte.
Bis Mitte 2027 werden dafür vier zentrale Planungsschritte durchgeführt:
Eine Bestandsanalyse des Gemeindegebiets
Eine Potenzialanalyse für die Gemeinde Hoppegarten
Die Ausarbeitung konkreter Zielvorstellungen und deren Umsetzungsmöglichkeiten
Die Aufstellung des kommunalen Wärmeplans
Wichtig für Sie: Bei dieser Planung geht es nicht darum, in Ihre bestehenden Heizsysteme einzugreifen, sondern lediglich aufzuzeigen, welche Arten der Wärmeversorgung und Heiztechnik für Sie zukünftig sinnvoll sind. Das hilft sowohl Ihnen als auch z.B. Energieberatern im Gemeindegebiet dabei, Ihre zukünftigen Investitionen in Heizungssysteme klimagerecht und so kostengünstig wie möglich umsetzen zu können.
Die Gemeinde Hoppegarten handelt dabei nicht isoliert, sondern hat sich mit den Nachbargemeinden Neuenhagen b. Berlin, Fredersdorf-Vogelsdorf, Petershagen-Eggersdorf sowie der Stadt Altlandsberg zu einem Planungsverbund zusammengeschlossen. Auf diese Art sollen auch Potenziale, Synergien und Chancen zwischen den Gemeinden frühzeitig analysiert und genutzt werden.
Gleichzeitig werden wichtige Akteure der Energie- und Wärmeversorgung in der Region in die gesamte Planung mit einbezogen, um gemeinsam mit den Versorgern eine bestmögliche Umsetzung einer klimaneutralen Wärmeversorgung erreichen zu können.
Selbstverständlich ist vorgesehen, Sie als Einwohnerinnen und Einwohner bzw. Gewerbetreibende transparent über die Planung zu informieren und mit einzubeziehen. Dafür wird es Informationsveranstaltungen für die Öffentlichkeit geben. Sobald die Termine für diese Veranstaltungen feststehen, werden wir Sie auf der Homepage der Gemeinde Hoppegarten (www.gemeinde-hoppegarten.de) sowie im Amtsblatt und über Bekanntmachungen in den Schaukästen der Gemeinde Hoppegarten darüber frühzeitig informieren.
Die gesamte Planung wird mit dem Unternehmen „energielenker projects GmbH“ durchgeführt. Die energielenker-Gruppe wurde 2012 gegründet und hat als Energiedienstleister im Kontext der Energiewende bereits 700 Kunden bei rund 1750 Projekten in den Themenfeldern Energie, Gebäude, Mobilität, Umwelt sowie der digitalen Transformation begleitet.
Anbei finden Sie eine Übersicht häufig gestellter Fragen (FAQs), mit deren Hilfe Sie sich zum gesamten Thema zusätzlich informieren können.
Ich freue mich, Ihnen zeitnah weitere Informationen zur Planung geben zu können und wünsche allen beteiligten Kommunen eine gute Zusammenarbeit für das Erreichen der genannten Ziele.
Mit freundlichen Grüßen
Sven Siebert
Bürgermeister
Häufig gestellte Fragen zur kommunalen Wärmeplanung (FAQs)
Grundsätzliches und Ziele:
Was ist eine kommunale Wärmeplanung?
Eine kommunale Wärmeplanung ist eine strategische Planung, die Städten und Gemeinden den Weg hin zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung weist.
Überblick: Zunächst wird die aktuelle Bestandssituation erfasst. Wo wird heute wie geheizt, und wo können zukünftig welche erneuerbaren Wärmequellen zum Einsatz kommen (z. B. Wärmepumpe, Nah-/Fernwärme, Abwärme, Solarthermie)?
Planungssicherheit: Der Wärmeplan zeigt auf, wo zukünftig Wärmenetze sinnvoll eingesetzt werden können, bzw. wo sich wahrscheinlich dezentrale Wärmeversorgungslösungen eignen.
Die Wärmeplanung zeigt, welche Schritte sinnvoll sind – damit die lokalen Akteure ihre Entscheidungen auf einer belastbaren Informationsbasis treffen können.
Warum erstellt die Gemeinde Hoppegarten überhaupt eine kommunale Wärmeplanung?
Rund die Hälfte der Endenergie in Deutschland wird fürs Heizen von Wohnungen und Betrieben sowie für Warmwasser gebraucht. In diesem Bereich geht die Umstellung auf klimafreundliche Lösungen langsamer voran als beim Strom – vor allem, weil Gebäude, Heizungen und Leitungen sehr lange genutzt werden und Investitionen selten sind. Entscheidungen von heute wirken deshalb oft Jahrzehnte.
Damit wir trotzdem gezielt vorankommen, erstellen aktuell überall in Deutschland Städte und Gemeinden kommunale Wärmeplanungen. Sie dienen als Fahrplan für eine zukunftssichere, bezahlbare und klimafreundliche Wärmeversorgung.
Welche Vorteile habe ich persönlich davon?
Die kommunale Wärmeplanung bietet zahlreiche Vorteile – nicht nur für die Kommune, sondern auch für Sie als Bürger*in. Sie schafft Planungssicherheit, indem sie aufzeigt, wie sich die Wärmeversorgung in Ihrem Gebiet künftig entwickeln kann. Gleichzeitig sorgt sie für mehr Transparenz und Orientierung, welche vor Ort heute und in Zukunft nutzbar sind. So erhalten Sie eine klare Perspektive, welche Möglichkeiten sich in den kommenden Jahren für eine nachhaltige und zukunftssichere Wärmeversorgung in Ihrem Wohnumfeld eröffnen können.
Wie läuft die kommunale Wärmeplanung ab?
In der kommunalen Wärmeplanung wird zuerst in der Bestandsanalyse (1) die aktuelle Wärmeversorgungsinfrastruktur und die städtebauliche Struktur erfasst. Wie wird heute geheizt, wie hoch ist der Verbrauch, welche Gebäudetypen gibt es?
In der Potenzialanalyse (2) werden die lokalen Möglichkeiten für die Nutzung regenerativer Wärme geprüft: Welche erneuerbaren Wärmequellen und Abwärme stehen realistisch zur Verfügung, und wo lässt sich Energie sparen?
Aus der Bestands- und Potentialanalyse wird ein Zielszenario (3) abgeleitet: Welche Gebiete eignen sich für Wärmenetze, wo sind Einzelheizungen sinnvoll, und mit welchen groben Kosten ist zu rechnen?
Abschließend legt die Wärmewendestrategie (4) fest, welche Schritte in welcher Reihenfolge nötig sind – inklusive konkreter Empfehlungen, Zeitrahmen und Lösungen für lokale Hürden.
Beteiligung & Transparenz
Wie kann ich mich informieren?
Informationen finden Sie unter anderem hier auf der Webseite des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen sowie bei Informationsveranstaltungen, die im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung stattfinden. Über Diese wird die Gemeinde frühzeitig auf der Homepage sowie in den Schaukästen informieren.
Wann und wo werden Zwischenergebnisse veröffentlicht?
Aktuelle Informationen erhalten Sie sowohl hier auf der Homepage der Gemeinde Hoppegarten als auch über aktuelle Bekanntmachungen im Amtsblatt der Gemeinde sowie der Pro. Zudem werden die Endergebnisse im Rahmen von Informationsveranstaltungen vorgestellt, zu denen Sie über die genannten Kanäle eingeladen werden.
Wer erstellt die kommunale Wärmeplanung und wer ist eingebunden?
Die Gemeinde Hoppegarten hat das Dienstleistungsunternehmen „energielenker projects GmbH“ damit beauftragt, den kommunalen Wärmeplan zu erstellen. Energielenker ist ein ganzheitlicher Energiedienstleister im Kontext der Energiewende, der für eine zukunftssichere und klimagerechte Energieversorgung für heutige und nachfolgende Generationen steht (www.energielenker.de). Bei der
Erstellung der kommunalen Wärmeplanung stehen die Gemeinde Hoppegarten und Energielenker in engem Austausch miteinander und stimmen alle Schritte und Meilensteine miteinander ab. Im Verlauf der Wärmeplanung werden darüber hinaus verschiedene lokale Akteure, beispielsweise Stadtwerke, Vertreter der Wohnungswirtschaft sowie lokale Industrie- und Gewerbeunternehmen mit einbezogen.
Gebäude & individuelle Situation
Was bedeutet die Wärmeplanung konkret für mein Gebäude?
Individuelle Fragestellungen, beispielsweise ob Heizungsanlagen getauscht werden müssen, welche Fristen im Einzelnen gelten oder wie mit schwer zu sanierenden Gebäuden umgegangen werden kann, werden im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung nicht beantwortet.
Allerdings bietet die kommunale Wärmeplanung eine wichtige Informationsbasis für lokale Energieberater. Sie können Ihre persönliche Situation analysieren und die Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung nutzen, um technische und wirtschaftlich sinnvolle Optionen aufzuzeigen und passende Lösungen für Ihr Gebäude zu finden.
Kommt in meiner Straße perspektivisch ein Wärmenetz?
Im Zuge der kommunalen Wärmeplanung wird anhand von umfassenden Daten und Informationen geprüft, in welchen Bereichen sich Wärmenetze wahrscheinlich eignen würden.
Im Rahmen von Informationsveranstaltungen sowie durch die Veröffentlichung von kartografischen Darstellungen werden Ihnen die Ergebnisse und möglichen Versorgungsoptionen für verschiedene Gebiete vorgestellt.
Im Anschluss an die kommunale Wärmeplanung können dann für Gebiete mit einer hohen Eignung für Wärmenetze Machbarkeitsstudien und weitergehende Planungen durchgeführt werden.
Kosten, Förderung und Wirtschaftlichkeit
Welche Investitions- und Betriebskosten kommen voraussichtlich auf mich zu?
Im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung erfolgt keine individuelle Finanzierungs- oder Fördermittelberatung. Anhand von geschätzten Kosten werden verschiedene Wärmeversorgungslösungen miteinander verglichen, um zu bewerten, welche erneuerbaren Wärmequellen eine langfristig sichere und kostengünstige Wärmeversorgung sicherstellen können.
Für eine individuelle Finanzierungs- und Fördermittelberatung stehen ihnen qualifizierte Energieberater*innen zur Verfügung: Sie prüfen Ihre persönliche Situation, berücksichtigen technische, wirtschaftliche und rechtliche Aspekte und unterstützen Sie dabei, die bestmögliche Lösung für Ihre Wärmeversorgung zu finden.
Technikoptionen und Energiequellen
Welche Technikoptionen und Energiequellen stehen mir zur Verfügung?
Die kommunale Wärmeplanung gibt einen Überblick, welche Wärmequellen lokal zur Verfügung stehen. Über verschiedene Informationsangebote, wie z.B. die Homepage oder das Amtsblatt der Gemeinde Hoppegarten, können sie sich über die Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung informieren.
Als strategisches Planungsinstrument bietet die kommunale Wärmeplanung allerdings keine Informationen über die Eignung einzelner Gebäude für die Nutzung bestimmter Technikoptionen oder Wärmequellen.
Qualifizierte Energieberater prüfen Ihre persönliche Situation, berücksichtigen technische, wirtschaftliche und rechtliche Aspekte und unterstützen Sie dabei, die bestmögliche Lösung für Ihre
Wärmeversorgung zu finden.
Rechtliches und Verbindlichkeit
Welche Rechtsfolgen hat die Wärmeplanung?
Die kommunale Wärmeplanung ist eine strategische Planung der Kommune.
Rechtsfolgen: Die Kommunale Wärmeplanung hat zunächst keine direkten Rechtsfolgen, d.h. durch sie entstehen keine einklagbaren Rechte und Pflichten. Sie schafft jedoch Klarheit und Planungssicherheit und bietet daher Privatpersonen und Unternehmen einen Vorteil: Sie sehen früh, welche Wärmeversorgungsoptionen vor Ort zur Verfügung stehen. Das hilft, Fehlinvestitionen zu vermeiden und bietet Sicherheit. Erst wenn die Kommune Gebiete für die Wärmeversorgung durch Wärme- oder Wasserstoffnetze z. B. per Beschluss durch die Gemeindevertretung festlegt, greifen die Pflichten und Fristen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) früher.
Wie hängt die kommunale Wärmeplanung mit dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) zusammen?
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) zielt darauf ab, die Wärmeversorgung in Deutschland bis 2045 klimaneutral zu gestalten. Dazu trifft das Gesetz unter anderem Regelungen für einen kontinuierlich ansteigenden Einsatz von erneuerbarer Wärme. Damit Gebäudebesitzer eine Orientierung bekommen, welche erneuerbaren Wärmequellen sie zukünftig nutzen können, um die Forderungen des GEG zu erfüllen, gibt die kommunale Wärmeplanung einen Überblick darüber, welche erneuerbarem Wärmepotenziale an ihrem Wohnort verfügbar sind bzw. zukünftig wahrscheinlich verfügbar sein werden.
Daten und Datenschutz
Wie werden meine Daten geschützt?
Da in der kommunalen Wärmeplanung auch personenbezogene Daten, wie Wärmeverbrauchsdaten verarbeitete werden, ist der Datenschutz ein wichtiges Thema. Daher gelten für den Umgang mit Daten folgende Grundsätze:
Nur für die Wärmeplanung: Verbrauchsdaten werden ausschließlich gemäß Wärmeplanungsgesetz (WPG) zweckgebunden erhoben und verarbeitet.
So wenig wie möglich: Es fließen nur die für die Bearbeitung notwendigen Energiedaten ein.
Streng zusammengefasst: Daten werden entsprechend den Vorgaben des Wärmeplanungsgesetzes nur aggregiert veröffentlicht, z.B. auf Baublockebene. So sind keine Rückschlüsse auf einzelne Gebäude oder Haushalte möglich.
Ihre persönlichen Daten sind nicht identifizierbar – veröffentlicht werden ausschließlich zusammengefasste, anonyme Werte.