Kontakt Gemeinde
Rennbahngemeinde Hoppegarten
Lindenallee 14, 15366 Hoppegarten
Tel.: +49 [ 0 33 42 ] - 393 155
Di. 09:00-12:00 + 14:00-18:00 Uhr
Do. 09:00-12:00 + 13:00-17:00 Uhr
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Anlässlich des Tages der Deutschen Einheit versammelten sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sowie Ehrengäste im vollbesetzten Gemeindesaal von Hoppegarten. Bürgermeister Sven Siebert begrüßte die Anwesenden herzlich zu diesem traditionellen Festakt. Neben lokalen Vertretern aus Politik und Ehrenamt prägten vor allem die internationalen Gäste das Bild: Delegationen aus den Partnergemeinden Iffezheim und dem polnischen Rzepin unterstrichen den verbindenden Charakter der Feierlichkeiten. Die stellvertretende Bürgermeisterin aus Rzepin überbrachte in einem Grußwort die besten Wünsche ihrer Heimatgemeinde und betonte die Bedeutung von Freundschaft, Frieden und gegenseitigem Vertrauen über Grenzen hinweg.
Den Mittelpunkt der Feierstunde bildete die Festrede von Bernd Siggelkow, dem Gründer des christlichen Kinder- und Jugendwerks „Die Arche“. Siggelkow wählte keinen steifen Auftritt hinter dem Rednerpult, sondern nutzte mit dem Handmikrofon dynamisch den Raum, um das Publikum direkt anzusprechen. Mit einer Mischung aus Nachdenklichkeit und humorvollen Alltagsgeschichten schlug er den Bogen von der Wiedervereinigung bis zu den heutigen gesellschaftlichen Herausforderungen.
Einleitend schilderte er die Begegnung mit einem Mädchen aus seiner Jugendeinrichtung, um auf Sprachveränderungen und das Missverständnis politischer Ränder einzugehen. Im Gespräch mit Kindern erlebe er oft ein starkes Denken in Extremen: „Für sie gibt es nur links und rechts.“ Er warnte vor einer Spaltung der Gesellschaft und plädierte nachdrücklich für eine starke demokratische Mitte.
Mit Blick auf die Friedliche Revolution erinnerte er an den damaligen Aufbruchsgeist und rief dazu auf, die gewonnene Freiheit und Werte aktiv zu leben. Einheit bedeutet stets auch persönliche Verantwortung: „Wir haben diese Verantwortung – gesellschaftliche Verantwortung. Sie haben diese Verantwortung, ich habe diese Verantwortung.“ Zudem würdigte er den unersetzlichen Einsatz der vielen Ehrenamtlichen im Land, ohne die soziale Arbeit oft nicht möglich wäre.
Auch persönliche Überzeugungen spart der Gründer der Arche nicht aus. Sein christlicher Glaube gebe ihm in schwierigen Momenten das notwendige Fundament: „Ich bin Christ, und das ist auch gut so. Denn ohne dieses Fundament würde ich nicht das sein können, was ich bin.“ Zum Abschluss sprach er der Festgesellschaft Mut zu, nicht in Resignation zu verfallen, sondern die Zukunft aktiv mitzugestalten und Hoffnung zu vermitteln. Die Zuhörer belohnten den mitreißenden Vortrag mit lang anhaltendem Applaus.
Feierlich umrahmt wurde das Programm durch die Bundeshymne sowie Klaviermusik von Wilhelm Müller, dem 1. Bundespreisträger von „Jugend musiziert“. Er begeisterte die Anwesenden mit Werken von Maurice Ravel und Nikolai Kapustin. Nach dem offiziellen Teil bot ein Sektempfang im Foyer den passenden Rahmen für persönliche Gespräche und den gemeinsamen Austausch.

So, 04. Oktober 2026

Mi, 23. September 2026
08.10.2026 - Uhr
Haus der Generationen, Lindenallee 12, 15366 Hoppegarten
09.10.2026 - Uhr
11.10.2026 - Uhr bis Uhr