Besuch aus Kirgisistan

Hoppegarten, den 15.03.2019

Am 15. März besuchte eine Delegation aus Kirgisistan die Gemeinde Hoppegarten. Ihr Ziel war es, mehr über die strukturellen Veränderungen und kommunalen Neugliederungen in der Nachwendezeit zu erfahren, da das zentralasiatisches Land an der Seidenstraße nach dem Umsturz 2010 als erster Staat Zentralasiens eine parlamentarischen Republik schuf und nun ganz ähnliche Herausforderungen zu meistern hat. Fachlich begleitet wird das Land dabei von der Hanns-Seidel-Stiftung, deren Projektleiter Dr. Max Georg Meier das Treffen initiiert hat.

Die kirgisischen Politiker, Landräte und Bürgermeister statteten im Vorfeld dem Bundesland Bayern einen Besuch ab. Im Verlauf der Deutschlandreise machten sie Halt beim Brandenburger Landtag in Potsdam, um dann in Hoppegarten hautnah von den Erfahrungen einer Kommune zu erfahren. Bürgermeister Karsten Knobbe berichtete von der Kreisgebietsreform 1993, der Gemeindegebietsreform 2003, deren Auswirkungen auf die Verwaltungstätigkeit und die daraus resultierenden Erfahrungen. Interessant war für die Gäste dabei auch, wie Hoppegarten zur wirtschaftlich stärken Kommune des Landkreises aufgestiegen ist und in wie sie die wohl deutschlandweit einmalige Herausforderung einer Gemeinde gemeistert hat, bei der Ortsteile nicht über eine gemeinsame Innengrenze verfügen.

Bürgermeister Karsten Knobbe wird der Besuch wohl noch länger im Gedächtnis bleiben, denn die vom Delegationsleiter Bokoev Kenzhebek, Mitglied des kirgisischen Parlaments, überreichte Kalpag, die traditionelle kirgisische Kopfbedeckung, beeindruckte den Verwaltungschef sehr.

 

 

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