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Hoppegarten - eine Erfolgsgeschichte

Hoppegarten, den 03.10.2018

Obwohl die Feierstunde zum Tag der Deutschen Einheit in Hoppegarten seit 2005 bereits zur guten Tradition geworden ist, gab es diesmal mehrere Premieren. Der 2018 neugewählte Bürgermeister von Iffezheim, Christian Schmid, kam in dieser Funktion das erste Mal zum 3. Oktober in die Partnergemeinde. Dementsprechend dürfte für Alt-Bürgermeister Peter Werler (2002 bis 2018) die Rolle als privater Besucher zum deutschen Nationalfeiertag sehr neu gewesen sein. Das erste Mal waren auch die Amtsschimmel dabei, eine Pferdeinhaber-Gemeinschaft mehrerer Bürgermeister und sowie dem Landrat aus dem Kreis Rastatt.

Zur kurz gekommen seien bislang bei den Festrednern die Macher, sagte Bürgermeister Karsten Knobbe bei der Ankündigung von Dr. Ulrich Müller, dem Generalbevollmächtigten der EWE AG in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. In Thüringen geboren, das Studium in Cottbus abgeschlossen und danach lange in Berlin gearbeitet, ist Ulrich Müller einer, der die wirtschaftliche Entwicklung in der Region nicht nur verfolgt hat, sondern auch maßgeblichen Anteil daran hatte, als Chef eines großen Energiedienstleisters.

Wie ein Wimpernschlag kamen Ulrich Müller die seit der Wende verstrichenen 28 Jahre vor. Dabei habe er mittlerweile mehr Zeit in der freiheitlichen Gesellschaft verbracht, bemerkte er. Spätestens seit 1992 habe er auch hautnah die wirtschaftlichen Entwicklung Hoppegartens verfolgt, mit dem Abschluss des Konzessionsvertrags zwischen EWE und Gemeinde. Seitdem wurden 2200 Kilometer Erdgasleitungen in Hoppegarten verlegt.

Eine enorme Herausforderung stand vor der Randberliner Gemeinde. Das rasante Bevölkerungswachstum (seit der Wende auf heute 18 000 Einwohner verdreifacht) verlangten gleichwohl eine Entwicklung der Infrastruktur sowie der Wirtschaft, bemerkte Ulrich Müller. Eine Erfolgsgeschichte nannte er das heute ablesbare Ergebnis dessen. Hoppegarten sei die Steuerkraft stärkste Gemeinde im ganzen Landkreis Märkisch-Oderland. Doch hob er auch den Zeigefinger: Die Anforderungen der Zeit, der Breitbandausbau, Investitionen in Bildung und die Schaffung von bezahlbaren Wohnraum muss die Gemeinde genauso konsequent angehen.

Die Rennbahn sei als eine der drei schönsten ihresgleichen in Europa (zusammen mit Baden-Baden und Ascot) ein Magnet, das auch bei der weiteren Entwicklung der Gemeinde, wie auch früher schon, eine gewichtige Rolle spielen könnte, erwähnte Ulrich Müller.

Die Kaufkraft in Hoppegarten liege über den Bundesdurchschnitt, verriet der Redner und fragte gleichzeitig in den Saal, um wie viel. „Das ist dann doch etwas zu optimistisch“, sagte er augenzwinkernd zu den 20 Prozent von Bürgermeister Karsten Knobbe, doch mit den derzeit 14 Prozent sei man auf einem guten Weg dorthin.

Eine maßgebliche Rolle spielen dabei die Gewerbeansiedlungen von etwa 300 Firmen auf 68 Hektar Fläche an der B 1. Je etwa 6000 Ein- und Auspendler gibt es. Die tägliche Zahl der Pendler nach Hoppegarten sei auf dem Niveau von Eberswalde oder Frankfurt, ein absoluter Spitzenwert für eine Brandenburger Gemeinde. Dabei sind die auf Hoppegarten bezogenen 2 Prozent Arbeitslosigkeit quasi Vollbeschäftigung, bemerkte Ulrich Müller.

Zum Abschluss seiner kurzweiligen Rede warnte Müller jedoch davor, sich auf den Lorbeeren auszuruhen und forderte die klugen Köpfe und Macher der Hoppegartener Erfolgsgeschichte auf, nicht nachzulassen.

Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde Mezzosopranistin Alice Lackner und Imke Lichtwark am Flügel.

 

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Hoppegarten - eine Erfolgsgeschichte