Gemeinschaft, Humor und gelebte Freundschaft: 35 Jahre Partnerschaft zwischen Hoppegarten und Iffezheim
Anlässlich des 35-jährigen Bestehens der kommunalen Partnerschaft zwischen Hoppegarten und der badischen Gemeinde Iffezheim feierten Bürgerinnen, Bürger und Ehrengäste einen bewegenden und zugleich heiteren Partnerschaftsabend.
Im Mittelpunkt des Abends stand die Festrede von Hoppegartens Bürgermeister Sven Siebert, der die lebendige Verbindung beider Orte mit treffenden Worten und Augenzwinkern auf den Punkt brachte. „Wenn man heute in diesen Saal schaut, dann sieht man eines sofort: Unsere Partnerschaft ist nicht nur 35 Jahre alt geworden – sie ist jung geblieben“, betonte Siebert. Um die besondere Beziehung der beiden traditionsreichen Rennsportgemeinden zu beschreiben, wählte er ein passendes Bild aus dem Pferdesport: „Unsere Pferde laufen nicht einmal in dieselbe Richtung. In Iffezheim geht es auf der Rundbahn links herum. In Hoppegarten geht es rechts herum.“ Dennoch hielt er fest: „Die Pferde laufen bei uns in unterschiedliche Richtungen, aber die Gemeinden laufen seit 35 Jahren gemeinsam nach vorn.“
Siebert erinnerte an die Entstehung der Verbindung, die im Januar 1990 mit einem Telefonat des damaligen Iffezheimer Bürgermeisters Otto Himpel nach Dahlwitz-Hoppegarten ihren Anfang nahm. Er bedankte sich ausdrücklich bei den vielen Vereinsmitgliedern und Bürgerinnen und Bürgern, die die Freundschaft über all die Jahrzehnte hinweg mit Leben füllen – sei es bei den Schützen, den Feuerwehren, den Siedlern oder den Anglern. Ein Schmunzeln verlor der Bürgermeister auch beim Thema Fußball nicht: „Wir haben also schon zwei Galopprennbahnen, Feuerwehren, Schützenvereine, Gartenfreunde und Angler. Und jetzt brauchen wir offenbar noch einen Anstoß in Richtung unserer Fußballvereine.“ An seinen Amtskollegen gewandt versprach er direkt: „Beim ersten Freundschaftsspiel überlassen wir euch sogar die erste Halbzeit den Ball.“
Auch der Iffezheimer Bürgermeister Christian Schmid richtete im Anschluss Worte des Dankes an die Anwesenden und würdigte das herausragende Programm des Treffens, das unter anderem Besuche in der Gedenkstätte Hohenschönhausen und nachdenkliche Anstöße von Arche-Gründer Bernd Siggelkow beinhaltete. Schmid zeigte sich berührt von der Herzlichkeit in Brandenburg und blickte zuversichtlich in die Zukunft: „Wir wollen weiter an der Partnerschaft arbeiten, wir wollen auch an den gesellschaftlichen Dingen arbeiten, damit unsere Einheit, die damals entstanden ist, weiterlebt.“ Zudem betonte er: „Es ist einfach schön, hier zu sein, das ist immer wieder eine tolle Reise. Und wir freuen uns auch, wenn ihr dann nächstes Jahr zu uns kommt.“
Ein besonderer Höhepunkt war eine Ehrung für Verdienste um die Partnerschaft. Stefan Radach, Ortsvorsteher von Dahlwitz-Hoppegarten, überreichte eine Auszeichnung: Im Namen des Ortsbeirats verlieh er den Ehrenpreis „Das Ross von Dahlwitz-Hoppegarten“ aus Kristall. Geehrt wurde damit Siegbert Heier, der nach der Wende als Iffezheimer Kämmerer nach Hoppegarten gekommen war und dort vor genau 35 Jahren den ersten kommunalen Haushalt nach bundesdeutschem Recht aufgebaut hatte. Radach dankte Heier sowie der damaligen ersten Beigeordneten Frau Haase für ihren unermüdlichen Einsatz beim Aufbau der Gemeindeverwaltung in den Nachwendejahren.
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